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Der Schweizerische Gewerbeverband sgv setzt sich unablässig für ein kohärentes und einfaches Steuersystem ein und begrüsst somit den heutigen Entscheid des Bundesrates, nicht vom Schuldner- zum Zahlstellenprinzip überzugehen. So, wie dieser Übergang vorgesehen war, hätte er das Steuersystem sehr viel komplizierter gemacht! Die Verrechnungssteuer ist ein komplexes Feld voller problematischer Abgrenzungen. Jede partielle Änderung verkompliziert das Feld zusätzlich.
Die Verrechnungssteuer hat viele offene Baustellen: Anpassung der Steuersätze, Vereinfachung der Steuererklärung, Informationsaustausch im Bereich der Steuern oder Einführung des Zahlstellenprinzips. Für den Fall, dass wieder einmal die Einführung des Zahlstellensystems zur Diskussion stehen sollte, erwartet der sgv vom Bundesrat, dass dieser vorausschauend handelt und zur Vereinfachung des Steuersystems eine Gesamtreform erwägt. Indessen rechtfertigen sich zeitlich befristete Notmassnahmen für Instrumente wie die CoCos und die Bail-in-Bonds.
Eine Gesamtreform der Verrechnungssteuer ist eine einmalige Chance, unnötige Regulierungskosten abzubauen. Der sgv erwartet, dass der Bundesrat diese Chance nutzt.